Category Archives: Antifaschismus

Rechtspopulist*innen wegbassen

Unsere Genoss*innen von der Antifa Koblenz rufen für den 20.01.2017 zu einer Nachttanzdemonstration auf, um Protest gegen die am Folgetag (21.01.2017) stattfindende ENF-Konferenz auf die Straße zu tragen. Auch am 21.01. soll vielfältiger Protest geübt werden, unter anderem bei den angemeldeten Kundgebungen um die Rhein-Mosel-Halle.
Hier findet ihr den Aufruf zur Tanzdemo, angefügt auch ein Statement der Antifa Koblenz zur Brisanz der Konferenz.

Kein Platz für Nationalist*innen jeglicher Coleur in Koblenz oder sonstwo! Kein Fußbreit der Regression!

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Bericht über Remagen 2016

Er ist vorbei, der große Tag. Nach wochenlanger Bündnisarbeit, Vorbereitungstreffen, Schreiben von Flyern und Texten, waren wir doch nur wenige Stunden in Remagen. Trotzdem haben wir ein wichtiges Zeichen gesetzt.

Als ASJ haben wir einen Redebeitrag auf der Demo des Bündnisses “NS-Verherrlichung stoppen” gehalten, den wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:

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Rechtsterrorismus bekämpfen! – Genug ist genug! Dem Naziaufmarsch in Remagen ein Ende setzen!

Am 12. November 2016 wollen sich zum achten Mal in Folge Neonazis aus ganz Deutschland in Remagen versammeln, um ihrem NS-Revisionismus freien Lauf zu lassen. Die Aufmarschierenden aus dem rechtsradikalen Spektrum nutzen hierzu die geschichtsträchtige Stadt Remagen als Bühne für eine geschichtsrevisionistische Täter-Opfer-Umkehr und die Verherrlichung der Nationalsozialistischen Gräueltaten.
Das antifaschistische Bündnis „NS-Verherrlichung Stoppen!“ ruft daher unter dem Motto „Rechtsterrorismus bekämpfen – Genug ist genug!“ zu einer überregionalen Demonstration am 12. November in Remagen auf. Continue reading Rechtsterrorismus bekämpfen! – Genug ist genug! Dem Naziaufmarsch in Remagen ein Ende setzen!

Kein Abschiebelager in Bonn oder sonstwo!

Demonstration: Kein Abschiebelager in Bonn oder irgendwo sonst! Solidarität mit den Geflüchteten, die akut von Abschiebung bedroht sind!

Geflüchtete, hauptsächlich aus Albanien, demonstrieren am Mittwoch, 11.11.2015, vor dem Abschiebelager in Bonn-Muffendorf, um auf ihre unhaltbare Situation aufmerksam zu machen.
Wir wollen uns solidarisch zeigen mit ihnen und allen Menschen, denen aufgrund inhumaner Verwertungslogik und von Rassismus Abschiebung droht! Albanien ist kein sicheres Herkunftsland! Menschenrecht kennt keine Grenzen!

Mi. 11.11.15, 16:00Uhr Muffendorfer Straße 16, Bad Godesberg
gemeinsame Anfahrt von Bonn, 15:15Uhr Bonn Hbf

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“Jenseits von Nation und Volk!”

Folgende Rede wurde von uns anlässlich der Demonstration des Antifa-Bündnisses „Gegen Antisemitismus, Verschwörunsgwahn und Wittener Verhältnisse“ am 22. März in Witten gehalten:

Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen!

Eigentlich habe ich gar keine Lust, hier zu sein. Ich könnte mir wirklich Schöneres vorstellen, als mich früh am Sonntagmorgen aufzumachen, um ein paar Anhänger*innen absurder Vorstellungen zu nerven. Ein paar von diesen Leuten, die der Idee einer Weltverschwörung nachhängen, die glauben, dass wir in Wahrheit alle unterworfen sind und kaum Bestimmungsgewalt über unser Leben haben.

Es ist ja auch augenscheinlich nur ein Randphänomen – ein paar Menschen, die sich in skurrile Verschwörungstheorien verrennen. Warum bin ich also trotzdem hier? Eben, weil das nicht stimmt. Wir haben es hier mit einer gefährlichen Bewegung zu tun, die keineswegs so randständig ist, wie der erste Eindruck uns glauben machen will. Continue reading “Jenseits von Nation und Volk!”

Besetzung von „European Homecare“ in Essen

Wir bedanken uns bei allen Aktivist*innen die am 05.12.14 den Hauptsitz der Firma “European Homecare” besetzt haben.
Die Besetzung war ein wichtiges Symbol gegen Rassismus und die absolute Unterordnung von Menschen(rechten) unter wirtschaftliche Interessen. Diese Aktivist*innen haben gemeinsam bei dieser Besetzung, großes Engagement gezeigt, um sich für die menschenunwürdige Situation der Flüchtlinge aufmerksam zu machen. Es bleibt zu hoffen ein Medienwirksames Zeichen gesetzt zu haben und so die Ziele der Besetzung ein Stück näher rücken: Die sofortige Schließung der Firma, die menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge und natürlich ein dauerhaftes Bleiberecht für alle.
Die Firma Homecare erhält pro Flüchtling 700-1000 Euro im Monat: Damit wäre eine Unterbringung in normalen Wohungen problemlos machbar. Grade dies zeigt, dass offensichtlich kein politischer Wille zur “Würde des Menschen” besteht, das Problem heißt Rassimus!
Deswegen solidarisieren wir uns mit den Aktivist*innen und ihren Zielen. Oft ist es schwierig zu Kämpfen, der Versuch etwas zu ändern fühlt sich oft an als würde mensch gegen Windmühlen anrennen. Grade eine Besetzung wie diese erfordert viel Mut. Wir danken euch, dass ihr beides aufgebracht habt und können euch versichern vielen Menschen Mut gemacht zu haben. Wir wünschen euch viel Kraft um alles weitere durchzustehen. Und weiter zu Kämpfen.

„NS Verherrlichung stoppen! Nazis in Remagen entgegentreten“ Gegen den Naziaufmarsch am 22. November 2014

Die ASJ Bonn unterstützt folgenden Aufruf der antifaschistischen Kampagne NS Verherrlichung stoppen! Nazis in Remagen entgegentreten:

Am 22. November wollen zum mittlerweile sechsten Mal in Folge Neonazis aus ganz Deutschland in Remagen aufmarschieren. Das antifaschistische Bündnis „NS-Verherrlichung Stoppen!“ ruft zu einer überregionalen, antifaschistischen Demonstration auf: Naziaufmärsche und NS-Verherrlichung stoppen!
NS-Verherrlichung und deutsche Opfermythen
Remagen, eine kleine Stadt am Rhein zwischen Koblenz und Bonn, ist bekannt für die erste alliierte Rheinüberquerung im Befreiungskampf gegen Hitlerdeutschland. Die Nazis kommen allerdings nicht wegen der „Brücke von Remagen“, sondern wegen dem „Rheinwiesenlager“, einer provisorischen Sammelstelle für deutsche Kriegsgefangene, in dem unter kriegsbedingten Umständen ca. 1200 Gefangene starben. Die Nazis erlügen sich Opferzahlen von über einer Millionen Toten und sprechen von einem angeblichen Völkermord. Das Ziel ist klar: Die deutschen Verbrechen sollen relativiert und deutsche Täter*innen zu Opfern verklärt werden.
Dass die Neonazis für ihre Geschichtsverdrehung Remagen als Bühne wählen, ist allerdings kein Zufall. In Remagen gibt es die so genannte Friedenskapelle, die an das alliierte Gefangenenlager erinnert. Auf einer im Boden eingelassen Gedenkplatte wird hier den „Landsern“, die in diesem „Schreckenslager“ untergebracht waren, gedacht. Worte zu deutschen Untaten und der deutschen Schuld finden sich nicht. In der Kapelle wird eine Kopie der Skulptur „Schwarze Madonna“ ausgestellt, ein Werk des ehemaligen Insassen des Rheinwiesenlagers und NS-Künstlers Adolf Wamper. Dieses geschichtsrevisionistische Denkmal und dessen Akzeptanz, stehen für uns für die tiefe Verankerung deutscher Opermythen.
Gegen die Nazistrukturen
Verantwortlich für die Aufmärsche war jahrelang die Nazikameradschaft Aktionsbüro Mittelrhein [ABM]. Als diese 2012 aufgrund des Vorwurfs der Bildung einer kriminellen Vereinigung zerschlagen wurde, sprang die Nazipartei Die Rechte ein. Dieses Jahr findet die Veranstaltung laut Nazis unter neuer Versammlungsleitung statt. Geschuldet ist dies wohl der Neustrukturierung der Neonaziszene in der Region. Die 26 inhaftierten Neonazis des ABM haben seit Anfang 2014 alle die Untersuchungshaft verlassen. In der Region Remagen und dem Kreis Ahrweiler besteht wieder bzw. immer noch eine gut vernetzte und gewaltbereite Neonaziszene.
Wir stellen fest: Seit Jahren gab es von vielen Stellen so gut wie keine offene Auseinandersetzung mit dieser Naziszene. Nach der staatlichen Zerschlagung des ABM wurden Augen und Ohren erneut geschlossen – wenn sie überhaupt einmal geöffnet waren. Opfer der Neonazigewalt, die nun vor Gericht steht, bekommen keine Aufmerksamkeit, dafür aber das alte „Braune Haus“ einen neuen Anstrich.
22.November – Antifaschistische Aktion:
Gegen die Nazidemo, gegen Opfermythen!
2013 haben wir erfolgreich die deutschen Opfermythen kritisiert und den Nazis gezeigt, dass sie in Remagen nicht willkommen sind. Mit 450 Antifaschist*innen, waren die etwa 300 Nazis erstmals nicht mehr die größte Gruppe an diesem Tag. Trotz antifaschistischer Proteste konnten die Nazis allerdings ihre Demo durchführen. Wir wollen es nicht hinnehmen, dass auch dieses Jahr wieder Neonazis in Remagen aufmarschieren können. Wir werden am 22. November solidarisch mit den fortschrittlichen Teilen der Zivilgesellschaft und aktiven Nazigegner*innen in der Provinz dem Naziaufmarsch entgegentreten. Neben dem Protest gegen den Naziaufmarsch und die Nazistrukturen vor Ort, gilt es vor allem der Verdrehung der Geschichte hin zum deutschen Opfermythos entschlossen den Kampf anzusagen.
Kommt am 22. November zur antifaschistischen Demo und zum anschließenden Protest gegen den Naziaufmarsch in Remagen! NS Verherrlichung stoppen! Gegen jeden Geschichtsrevisionismus!
Mehr Informationen (z.B. über eine gemeinsame Anreise oder Möglichkeiten den Aufruf auch zu unterstützen) findet ihr auf der Kampagnenseite.

OAT (Offenes Antifa Treffen) zur aktuellen Lage in Griechenland

Fin­det am Mon­tag 24. Fe­bru­ar 2014 statt!
20 Uhr im Buch­la­den Le Sabot
OAT zur ak­tu­el­len Lage in Grie­chen­land:
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Die Le­bens­si­tua­ti­on der Men­schen in Grie­chen­land ver­schärft sich von Tag
zu Tag. Die zahl­rei­chen Maß­nah­men, von der Troi­ka dik­tiert und durch die
grie­chi­sche Re­gie­rung um­ge­setzt, haben fast alle Rech­te von
Ar­beit­neh­mer*innen ein­kas­siert. Eine Ju­gend wächst mit 65%
Ar­beits­lo­sig­keit auf. Immer mehr Men­schen neh­men sich in ihrer Ver­zweif­lung
das Leben. Das Ge­sund­heits­sys­tem ist zu­sam­men­ge­bro­chen, so lebt ein gro­ßer
Teil der Men­schen mitt­ler­wei­le unversichert.​Im Bil­dungs­sys­tem sieht es
nicht an­ders aus; im Win­ter ist sogar das Heiz­öl für Schu­len zu teuer und
Schul­bü­cher rei­chen nicht aus. Ganz im Sinne eines
ka­pi­ta­lis­ti­schen Kri­sen­ma­nage­ment wird so der Aus­ver­kauf Grie­chen­lands
wei­ter vor­an­ge­trie­ben und von Pre­mier Sa­ma­ras als Er­folgs­ge­schich­te
ab­ge­fei­ert. Wich­tig für den „Er­folg“ auch eine an­ge­mes­se­ne Re­pres­si­on:
Po­li­ti­sche Ge­fan­ge­ne in Grie­chen­land wer­den immer mehr, es wer­den
Ab­schie­be­la­ger und Hoch­si­cher­heits­knäs­te ge­baut-​ vor allem an dem
Po­li­zei­ap­pa­rat wird nicht ge­spart. (mehr auf: http://antifabonn.blogsport.de/ )